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‹Faust› am Goetheanum: Dirk Heinrich als Faust (Foto: Sebastian Jüngel)
‹Faust› am Goetheanum: Dirk Heinrich als Faust (Foto: Sebastian Jüngel)

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«Die Goethe’sche Sprache ist ein Genuss». Neubesetzung beim ‹Faust› am Goetheanum: Dirk Heinrich

Goetheanum, Dornach, 14. Juli 2017

«Die Goethe’sche Sprache ist ein Genuss»
Neubesetzung beim ‹Faust› am Goetheanum: Dirk Heinrich

Ab 17. Juli wird die Neuinszenierung von Goethes ‹Faust 1 und 2› (ungekürzt) am Goethe­anum wieder aufgenommen und drei Mal aufgeführt. Neu übernimmt Dirk Heinrich – neben Bernhard Glose – einen Part des Fausts. Bereits in der letzten ‹Faust›-Inszenierung 2004 spielte Dirk Heinrich diese Rolle.

Sie haben vor 13 Jahren den Faust am Goetheanum gespielt – was ist seither in Ihnen mit der Rolle geschehen? Dirk Heinrich: So eine Rolle wächst weiter, auch wenn man nicht daran übt. Ich bin älter und hoffentlich reifer geworden.

Sie übernehmen die Rolle sehr kurzfristig, binnen weniger Wochen. Wie kann man so schnell den Rollentext lernen? Dirk Heinrich: Ich habe schon ein wenig geschwitzt und bin aufgeregter als vor 13 Jahren. Die Texte rutschen aber tief ins Unterbewusstsein. Die Monologe sind einfacher wieder hochzuholen, schwieriger ist es mit den Dialogen, besonders mit Mephisto.

Die jetzige Inszenierung ist ganz anders als die von 2004. Wie passt da Ihr Verständnis von Faust hinein? Dirk Heinrich: Ich liebe diese Rolle und spüre, wie die Goethe’sche Sprache ein Genuss ist. Das hat nichts mit der Inszenierung zu tun! Die Frage ist, ob davon etwas für das Publikum zu spüren sein wird.

Was macht für Sie den Faust heute aktuell? Dirk Heinrich: Ich unterrichte ja gerade Jugendliche und glaube, auf den ersten Blick wirkt dieser Faust altmodisch. Es braucht Arbeit, sich mit ihm zu verbinden. Insofern ist es ja gerade im Laufe einer Tagung immer ein besonders schöner Moment, wenn im Ganzen eine Aufnahmebereitschaft, ein Miterleben dieser Faust-Tragödie entsteht. Früher waren das fünf Tage, jetzt sind es nur noch drei Tage. Das ist einerseits komprimierter, andererseits ist nicht so viel Luft für Begegnungen, Kurse und Verdauen des Gesehenen.

Das hier Ungefragte…? Dirk Heinrich: Ich habe nicht gezögert, als mich Regisseur Christian Peter fragte, ob ich bereit wäre, den Faust zu spielen.
(1908 Zeichen/SJ)

Goethes ‹Faust 1 und 2› (ungekürzt): Aufführungen und Tagungen 17. bis 19. Juli, 20. bis 24. Juli, 27. bis 30. Juli, Goetheanum-Bühne, www.faust2017.ch

Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Dunkel, Tel. +41 61 706 42 50, buehne@goetheanum.ch

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Sebastian Jüngel

Sebastian Jüngel

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Wolfgang Held

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Pressekontakt Beauftragter für Kommunikation

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