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Drei von über 40 Darstellerinnen und Darsteller bei Goethes ‹Faust 1&2› am Goetheanum: Urs Bihler, Bernhard Glose und Ludowika Held (Fotos: Lucia Hunziker)
Drei von über 40 Darstellerinnen und Darsteller bei Goethes ‹Faust 1&2› am Goetheanum: Urs Bihler, Bernhard Glose und Ludowika Held (Fotos: Lucia Hunziker)

Pressemitteilung -

Drei Generationen ‹Faust›. Besetzungskonzept der Neuinszenierung von Goethes ‹Faust 1&2›

Goetheanum, Dornach, Schweiz, 17. Dezember 2019

Drei Generationen ‹Faust›
Besetzungskonzept der Neuinszenierung von Goethes ‹Faust 1&2›

Die Neuinszenierung von Goethes ‹Faust 1 und 2› am Goetheanum ist ein Allgenerationenprojekt: Das Alter der Darstellerinnen und Darstellern liegt zwischen 17 und 75 Jahren. Seit Dezember arbeiten bis zur Premiere am 20./21. Juni 2020 rund 80 Mitwirkende an der Aufführung des Monumentalwerks.

«Theater ist ein Ort, um zu werden und die Entwicklung voranzutreiben.» Dieser Ausspruch von Andrea Pfaehler, Regisseurin von Goethes ‹Faust 1&2› am Goetheanum, macht deutlich, worum es ihr bei der Neuinszenierung geht. Die Entwicklung entfaltet Andrea Pfaehler allein schon durch die Besetzung der Rollen durch das ganze Altersspektrum des Menschen hindurch: Gretchen und Valentin sind nah am Spielalter besetzt (sie werden zur Aufführung 18 Jahre alt sein), und Faust hat allein in der Tragödie schon zwei Spielalter.

Das legt auch eine Differenzierung der Wesenszüge nahe. So repräsentieren in der Neuinszenierung verschiedene Darsteller und eine Darstellerin unterschiedliche Qualitäten des Mephisto, etwa das Alt-Verhaftete, das Triebhafte sowie, davon unterschieden, die weibliche Verführungskraft. Zudem werden der Mensch Faust und der metaphysische Mephistopheles im Prolog im Himmel eurythmisch und sonst schauspielerisch dargestellt.

Andrea Pfaehler verurteilt das Böse nicht. Denn: «Faust geht die Verbindung mit Mephisto aus freien Stücken ein.» Damit meint sie keine Glorifizierung: «Mir geht es darum, zu zeigen, wie wir eine Beziehung zum Bösen finden können.»

Von Anfang an leitete Andrea Pfaehler die Idee, ‹Faust› auch zu einem ‹Mitmachprojekt› zu machen. Früh ließ sie Agnes Zehnter einen Sprechchor aufbauen, der aus professionellen und Laien-Sprecherinnen und -sprechern aus dem lokalen Umkreis des Goetheanum besteht. Sie werden mit Andrea Pfaehler und Eduardo Torres, der für die Eurythmie verantwortlich zeichnet, sowie allen Mitwirkenden nun noch ein halbes Jahr Zeit zum Einstudieren haben.
(1908 Zeichen/SJ)

Premiere Goethes ‹Faust 1&2› in neun Stunden, 20./21. Juni 2020, Goetheanum-Bühne Weitere Aufführungen (im Rahmen von ‹Faust›-Wochenenden mit Vorträgen und Seminaren) 3. bis 5. Juli, 10. bis 12. Juli, 17. bis 19. Juli und 24. bis 26. Juli 2020 Angebot für Schüler/innen 17. bis 19. Juni 2020 Web faust.jetzt
Ansprechpartnerin Katrin Oesteroth, buehne@goetheanum.ch

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Sebastian Jüngel

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Wolfgang Held

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Pressekontakt Beauftragter für Kommunikation

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