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Dichter und Prinzessin. ​Nun zugänglich: Briefe von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar

Pressemitteilung   •   Jul 09, 2019 06:00 CEST

Cover ‹Dichter und Prinzessin› mit Briefen von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar (Verlag am Goetheanum)

Goetheanum, Dornach, Schweiz, 9. Juli 2019

Dichter und Prinzessin
Nun zugänglich: Briefe von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar

Erstmals gibt René Madeleyn den Briefwechsel von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar unter dem Titel ‹Dichter und Prinzessin› im Verlag am Goetheanum heraus – kommentiert und mit bisher unbekannten Dokumenten ergänzt.

Für Rainer Maria Rilke war Elya Maria Nevar die treue Herzensfreundin der späten Kriegsjahre in München. Er entdeckte sie als junge Darstellerin der Prinzessin Elya in einem mittelalterlichen Georgsspiel, das ihr späterer Ehemann Max Gümbel-Seiling inszenierte. Rainer Maria Rilke besuchte alle Aufführungen dieses Spiels, ohne zunächst auf sie zuzugehen. Sie wiederum identifizierte sich mit dieser Rolle so, dass sie anstelle ihres ursprünglichen Namens ‹Else› den der Prinzessin als Künstlernamen behielt.

Im Februar 1918 besuchten beide einen Vortrag Rudolf Steiners über das ‹Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst›. Elya Nevar war begeistert und widmete ihr weiteres Leben als Schülerin Rudolf Steiners der Anthroposophie; Rainer Maria Rilke war skeptisch, wie er seinem Dichterkollegen Albert Steffen in einem anschließenden Gespräch gestand.

Noch kam es zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Rainer Maria Rilke und Elya Nevar – bis der erste Brief von ihr an ihn zu einer Einladung führte, gefolgt von vielen Begegnungen und einer Freundschaft, die sich in 155 Briefen spiegelte und über sieben Jahre fortgesetzt wurde.

Rainer Maria Rilke erlebte den Höhepunkt seiner späten Lyrik einsam im Walliser Schloss von Muzot und dankte in seinem letzten Brief Elya Nevar dafür, dass sie die «Hüterin seiner Einsamkeit» in München war. Elya Nevar wirkte als eine der großen Schauspielerinnen der Goetheanum-Bühne über Jahrzehnte in Dornach, so in «ihren» Rollen des Luzifer in Rudolf Steiners Mysteriendramen und der Helena in Goethes ‹Faust›.

(1792 Zeichen/Verlag am Goetheanum)

René Madeleyn (Hg.): Dichter und Prinzessin. Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar. Eine Freundschaft in Briefen, Aufzeichnungen und Dokumenten, 272 Seiten, 25 Euro/32 Franken, Verlag am Goetheanum, www.goetheanum-verlag.ch/einzelansicht/artikel/dichter-und-prinzessin/shop/8060/85

Ansprechpartner
Thomas Didden, didden@goetheanum-verlag.ch, www.goetheanum-verlag.ch

Das Goetheanum ist Sitz der weltweit arbeitenden Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren elf Sektionen ist in Forschung, Entwicklung, Lehre und der praktischen Umsetzung ihrer Ergebnisse wirksam und wird in ihrer Arbeit durch die Anthroposophische Gesellschaft gefördert.

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