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Teil des Covers vom Buch ‹Das Ende des Menschen? Wege durch und aus dem Transhumanismus›, Verlag am Goetheanum
Teil des Covers vom Buch ‹Das Ende des Menschen? Wege durch und aus dem Transhumanismus›, Verlag am Goetheanum

Pressemitteilung -

Der Mensch, der sich selbst entwickelt: Buch zum Transhumanismus verweist auf das eigentliche schöpferische Potenzial des Menschen

Goetheanum, Dornach, Schweiz, 30. November 2020

Der Mensch, der sich selbst entwickelt
Buch zum Transhumanismus verweist auf das eigentliche schöpferische Potenzial des Menschen

Für den Transhumanismus ist die Bindung des Menschen an Naturprozesse eine Einschränkung, die durch Verschmelzung mit technischen Elementen überwunden werden kann. Dass das Menschsein mehr ist als Verankerung und Erhöhung, vertreten die Autorinnen und Autoren des Buches ‹Das Ende des Menschen?›.

Für den Philosophen Michael Hauskeller geht der Transhumanismus davon aus, dass Menschen «als Geschöpfe keine Schöpfer sind und es als erstrebenswert empfunden wird, in jeder Hinsicht Schöpfer zu sein». Der Transhumanismus sieht den Ausweg darin, durch Verschmelzung mit technischen Elementen zum Schöpfer eines neuen Menschen zu werden. Dieser vermag seine Fähigkeiten beliebig zu erweitern – im Rahmen der Möglichkeiten der Technologie. 

Der Mensch hat aufgrund seiner kognitiven, künstlerischen und sozialen Fähigkeiten das Potenzial, schöpferisch zu werden – aus sich selbst heraus und im Austausch mit anderen. Mit diesem Blick weiten die Autorinnen und Autoren des Buches ‹Das Ende des Menschen?› die Perspektive auf den Menschen – abgesehen davon, dass die Verbindung mit Technik selten eine Selbstschöpfung ist, sondern Antizipation von Taten anderer. Sie basieren auf «Daten der Vergangenheit», so die Germanistin Ariane Eichenberg. Der Physiker Johannes Kühl formuliert es so: «Wenn also der Transhumanismus die Intention hat, den Menschen zu verbessern, dann können wir nur sagen: Selbstverständlich! Aber nicht physisch, da ist er ziemlich gut, sondern geistig-spirituell», und zwar im Sinne von: «Es geht um den werdenden Menschen, der sich selbst entwickelt.» Der Kulturwissenschaftlerin Christiane Haid geht es über die persönliche Entwicklung hinaus um «die Weiterentwicklung der Natur, des Kosmos und des Mitmenschen».

Technik steht nicht nur für sich selbst, sie wirkt auf ihr Umfeld, wie nicht nur die industrielle und die digitale Revolution zeigen. Dabei ist Technik nicht gleich Technik. Johannes Kühl verweist auf Techniken, die lebensvolle Prozesse fördern: seien es Apparaturen, die zum Mistelpräparat in der Krebsbehandlung oder zu den Präparaten der biodynamischen Landwirtschaft führen, sei es die Mischmaschine Turbula oder das unter anderem für die Belüftung von Wasser eingesetzte Oloid.
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Buch Ariane Eichenberg, Christiane Haid (Hrsg.): Das Ende des Menschen? Wege durch und aus dem Transhumanismus, 238 Seiten, Verlag am Goetheanum, 18 Euro/23 Franken Web goetheanum-verlag.ch/produkt/das-ende-des-menschen/

Ansprechpartner Thomas Didden, didden@goetheanum-verlag.ch

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