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Goetheanum-Gartenpark: Neu weiden hier auch Schafe

Pressemitteilung   •   Apr 25, 2016 16:00 CEST

Im Goetheanum-Gartenpark helfen neu – zusätzlich zur sechsköpfigen Kuhherde – auch Bergschafe beim Beweiden der Wildwiesen.

Seit 2003 grast von Frühjahr bis Herbst auf dem Goetheanum-Gelände eine kleine Kuhherde. Anfang April kam die aktuell sechsköpfige Herde rätischen Grauviehs aus der Überwinterung auf dem Hochwalder Hof Gebhardt-Gradolfer wieder in den Goethe­anum-Gartenpark.

Auf Initiative von Paul Pieterse von der Goetheanum-Gärtnerei weiden seit 25. April auch Schafe im Gartenpark. Sie sollen die steileren Hänge und die von den Kühen gemiedenen Brombeerhecken abfressen und damit die Mitarbeitenden der Goetheanum-Gärtnerei entlasten.

Paul Pieterse suchte dafür nach einer «Rasse mit Charakter» und stieß dabei auf Engadiner Schafe. Sie seien «umgänglich, robust und können das ganze Jahr über tragen». Das Engadiner Bergschaf löst dabei nicht nur eine Verbuschung auf: «Sie sehen einfach schön aus», so Paul Pieterse.

Die Schafe kommen von einem Schweizer Biohof, bei der Beweidungsstrategie hilft die Firma Naturpflege. Sie hat sich darauf spezialisiert, Tiere zur Beweidung bereitzustellen und dabei den besonderen Bedingungen vor Ort gerecht zu werden. Das ist gerade für die Goetheanum-Wildwiesen wichtig, soll hier doch die Artenvielfalt erhalten und – wo möglich – erweitert werden. Benno Otter, ebenfalls von der Goetheanum-Gärtnerei, spricht von den «goldenen Hufen» der Schafe, da sie den Erdboden nicht so stark belasten wie Kühe. Da aber Schafe eine Pflanze bis eng über dem Erdboden abfressen, gilt es, den passenden Zeitpunkt und die richtige Dauer für ihren Einsatz zu finden.

Das Schafprojekt hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren und wird begleitet mit Messungen der Artenvielfalt auf den Weideflächen.

Das Goetheanum ist Zentrum eines weltweit tätigen Netzwerks spirituell engagierter Menschen. Als Sitz der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft dient es dem Austausch über spirituelle Fragen und der Fortbildung auf künstlerischem und wissenschaftlichem Feld.

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